Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. (Mk 9,37)

07 Woche im Jahreskreis Dienstag
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 9,30-37
In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr;
denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.
Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen.
Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?
Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei.
Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen:
Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Tagesimpuls:

Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. (Mk 9,37)

Wir müssen nicht groß und erfolgreich sein in unserem Leben. Viel wichtiger ist, dass wir den Kleinen und Schwachen helfen, auch wenn uns das keine Ehre und Anerkennung einbringt. Manche wollen gern im Kreis der wichtigen und einflussreichen Menschen sein. Aber wir prägen unsere Gesellschaft viel mehr durch unsere Liebe und unseren Dienst an den Kleinen. Wer wirklich einflussreich sein will, der muss beginnen, den Kleinen zu dienen. Damit können wir die Gesellschaft verändern, nicht indem wir uns in der Nähe der Regierenden und Mächtigen aufhalten.

Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.

Ist das nicht eine gute Nachricht für uns alle? Wir können die Gesellschaft viel mehr beeinflussen als wir denken. Wir müssen uns nur mit den Kindern beschäftigen, und mit den Hilfsbedürftigen, die Gott über unseren Weg schickt. Auf diese Weise üben wir für uns selbst die Haltung des Kleinseins und des Dienens ein. Zugleich üben wir uns in der Haltung der Demut und des Glaubens, denn wir werden die Früchte unseres Handelns vielleicht erst in vielen Jahren sehen können, vielleicht hier in diesem Leben niemals. Wir sind also auf einen tiefen Glauben angewiesen, in dem wir einfach wissen, dass wir den Willen Gottes tun, auch wenn wir wenig irdische Bestätigung erfahren.

Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.

Wenden wir uns den Kindern zu! Jeder, der in der Gemeinde Kinder- und Jugendarbeit macht, ist besonders von Gott gesegnet. Es sieht so aus, als wären unsere Kinder und Jugendlichen immer offener für Jesus in den letzten Jahren. Wir können bald sagen, dass die Ernte so groß ist, dass wir zu wenige Arbeiter dafür haben. Vielleicht ruft Jesus den ein oder anderen von uns dazu auf, sich für Kinder und Jugendliche in der Kirche zu engagieren. Er braucht die Arbeiter für seine Ernte.

Gebet:
Jesus, ich danke dir für die Offenheit, die ich unter Kindern und Jugendlichen erlebe. Sie sind neugierig auf dich. Hilf uns, dass wir ihnen den Glauben an dich vermitteln. Hilf uns, dass wir Gruppen und Gemeinschaften in unserer Kirche aufbauen, in denen die Jugendlichen eine echte Heimat finden können, eine Familie, die sich um dich versammelt, in der du die Mitte bist.

Pastor Roland Bohnen
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Roland Bohnen Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastorbohnen@me.com www.kirche-selfkant.de <www.kirche-selfkant.de/>