Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen. (Mk 10,29f)

08 Woche im Jahreskreis Dienstag

EVANGELIUM
Mk 10, 28-31

In jener Zeit
28sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
29Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat,
30wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
31Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

Tagesimpuls:

Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen. (Mk 10,29f)

Jetzt steht die Fastenzeit bevor. Wir sind aufgerufen zu Buße und Umkehr. Nicht nur vom Bösen sollen wir abkehren, sondern auch vom Weltlichen. Wir sollen mehr das Himmelreich suchen, nicht so sehr nur im Weltlichen leben. Das passt zum heutigen Evangelium: Wir sollen die Welt verlassen. Manche machen das ganz radikal und gehen in ein Kloster. Aber jeder Christ kann auf seine Weise ein wenig die Welt verlassen, auf etwas Weltliches verzichten, wenn es auch nur wenig ist. Was jeder genau tun kann und will, dafür gibt es keine strengen Vorschriften. Das Opfer soll freiwillig sein, nicht erzwungen. Wir sollen Jesus ein Geschenk aus Liebe machen, das von Herzen kommt.

Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen.

Wichtig ist, dass Jesus eine Belohnung fest versprochen hat. Wir können ganz sicher sein: Jesus belohnt jedes Opfer, jeden Verzicht. Voraussetzung ist nur, dass wir es für ihn tun. Wenn ich z.B. faste, weil ich abnehmen muss, dann ist das etwas anderes. Das ist kein Opfer um Jesu willen. Es könnte aber sein, dass jemand abnehmen muss aus gesundheitlichen Gründen. Das fällt ihm schwer. Nun opfert er diese Schwierigkeit Jesus auf. Dann tut er es um seinetwillen. Und dann wird er von Jesus belohnt. Wir können also freiwillige Opfer bringen, oder wir opfern die Mühen und Lasten des Lebens für Jesus auf. Beides ist wertvoll.

Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen.

Dass Jesus uns mit dem Hundertfachen belohnen will, soll uns motivieren, die Welt loszulassen. Wir sollen bereit sein zum Loslassen. Jesus sieht auch, wie schwer uns das fällt. Genau daher verspricht er ja eine so große Belohnung. Manche zögern und sagen: „Bald fange ich damit an.“ Aber es wäre besser, zu sagen: „Nur heute will ich es versuchen, Jesus, gibt mir für heute die Kraft, die ich brauche!“ Manchmal finden wir es schwer; aber in Wirklichkeit ist es nur eine Papierwand, die vor uns steht, und die uns zu hindern scheint. Wir können sie durchschreiten, wir müssen uns von ihr nicht blockieren lassen. Lassen wir uns durch Jesu heutiges Wort dazu motivieren, die Welt zu verlassen für ihn! Bitten wir ihn, dass er uns zeigt, wie wir heute damit beginnen können!

Gebet:
Jesus, danke, dass du uns motivierst. Du versprichst uns so viel. Zeige mir, welchen Schritt ich heute gehen kann, um die Welt um deinetwillen zu verlassen. Vielleicht ist es nur ein kleiner Schritt, ein kleines Opfer. Aber die Richtung stimmt. Und viele kleine Schritte führen auch ans Ziel. Danke, dass du uns führst und leitest auf diesem Weg.

Pastor Roland Bohnen
www.tagesimpuls.org

Roland Bohnen Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastorbohnen@me.com www.kirche-selfkant.de <www.kirche-selfkant.de/>